Wie Klärschlammentsorgung zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell mit Zukunft wurde

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AnzeigeWie Abwasserreinigung grundsätzlich funktioniert

Abwasserreinigung ist eine wichtige Dienstleistung innerhalb unserer Gesellschaft. Sie gehört zu den Dingen, die man nicht sieht und sich eher beschwert, wenn man von Gerüchen belästigt wird, die von einer Kläranlage ausgehen. Erst in Ländern, in denen die Reinigung von Abwasser nur rudimentär oder gar nicht zur Verfügung steht, sieht man die Folgen: Ausbreitung von Krankheiten und andere Schäden durch die Aufnahme von ungereinigtem Wasser.

Auch ist der Prozess, der hinter Kläranlagen steht, komplex und verdient bereits deshalb Anerkennung. Im Prinzip verläuft die Abwasserreinigung nach mehreren Stufen, die bei fast allen Anlagen gleich sind, sich aber im Detail und in den Methoden durchaus unterscheiden.

Im ersten Schritt werden in einem mehrstufigen Verfahren grobe Verunreinigungen entfernt. Dazu gehören Äste, Laub und Dinge in einer ähnlichen Größenordnung.

Im folgenden Schritt werden Mikroorganismen verwendet, die vor allem biologische Verunreinigungen beseitigen können.

Als abschließender Schritt kommt schließlich die chemische Reinigung zum Zug. Dabei werden die restlichen Stoffe durch chemische Prozesse entfernt. Danach kann das nun gereinigte Wasser in einen Fluss in die freie Natur abgeleitet werden.

Warum Klärschlamm ein wertvoller Stoff ist

Als Abfallprodukt während der biologischen Reinigung entsteht Klärschlamm. Dieser Klärschlamm wurde früher verwendet, um als Dünger in der Landwirtschaft genutzt zu werden. Der Gesetzgeber hat dieser Verwendung von Klärschlamm allerdings mittlerweile einen Riegel vorgeschoben, nachdem sich herausgestellt hatte, dass dieser Klärschlamm nicht vollständig von für die Umwelt schädlichen Stoffen frei war.

Findige Firmen sind nun auf die Idee gekommen, diesen Klärschlamm zu verbrennen. Dies ist eine Entsorgung die sicherstellt, dass keine schädlichen Stoffe in die Umwelt gelangen. Aber Verbrennung kostet Geld und hat ihren Preis.

Durch weitere Versuche und dem Einsatz modernster Technologien konnte man die Verbrennung von Klärschlamm nicht nur günstiger machen und den Preis drücken, sondern sogar aus dem Ganzen ein geschäftstüchtiges Modell entwickeln.

Dies geschieht dadurch, dass man die bei der Verbrennung entstandene Energie nutzt, um mittels Generatoren, wie in einem Kraftwerk, Strom zu erzeugen.

Interessant ist dieses Konzept der Klärschlammverbrennung für Unternehmen, bei denen im eigenen Betrieb Klärschlamm anfällt. Dieser kann dann direkt zur Energiegewinnung der eigenen Produktionsstätte genutzt werden. Somit entfallen auch LKW Fahrten zu weit entfernten Verbrennungsanlagen und man wird ein wenig unabhängiger von lokalen Energieversorgern.

Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt bei der Entsorgung von Klärschlamm ist, ob dieser zusammen mit anderem Abfall verbrannt wird oder isoliert behandelt. Wird der Klärschlamm ohne weiteren Abfall verbrannt, dann spricht man von Monoklärschlammverbrennung. Diese bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Es kann das Element Phosphor gewonnen werden. Phosphor ist ein wertvoller Rohstoff der in weiten Teilen der Industrie Verwendung findet, zum Beispiel als Dünger.

Das Beispiel der Klärschlammentsorgung zeigt wunderbar, wie Wirtschaft funktioniert. Aus einem ursprünglichen Problem, nämlich der Entsorgung von Abfall, haben findige Firmen ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickelt. Durch die belebende Konkurrenz in der Branche wurden immer bessere und effizientere Methoden entwickelt, die die Rendite immer weiter optimiert haben.

Solche Erfolgsgeschichten wie die Klärschlammentsorgung werden leider in der breiten Öffentlichkeit selten thematisiert, obwohl sie eindrucksvoll zeigen, wie sich auch der Umweltschutz immer besser entwickelt, allen Unkenrufen in der Presse zum Trotz.