Der neue Trend bei Jungunternehmern – Eine eigene Brauerei gründen

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Selbstständig machen mit einer Brauerei – das gibt es zu beachten

Für viele ist der Weg in die Selbstständigkeit verklärt von romantischen Vorstellungen. Endlich der eigene Herr sein. Auf eigenen Füßen stehen, Verantwortung übernehmen. Viel Geld verdienen.

Leider sieht die Realität anders aus und viele werfen schon nach kurzer Zeit das Handtuch und melden Insolvenz an.

Es gibt aber Vorgehensweisen, die ein Scheitern minimieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dabei vorgehen können.

Der erste Schritt ist, zu erkennen, ob die Selbstständigkeit etwas für Sie ist. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Brauerei oder einen Hundesaloon handelt. Ihre Persönlichkeit muss passen. Was bedeutet das nun konkret?

Selbstständig sein heißt:

  • Viel, lang und hart arbeiten
  • Hohe Eigenmotivation entwickeln, auch wenn es mal schlecht läuft
  • Wenig bis keine Freizeit oder Urlaub
  • Finanzielles Risiko
  • Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln

Wer diese Eigenschaften bei sich entdeckt, der kann sich schon einmal Gedanken machen, wie er weiter vorgeht. Grundsätzlich hängt der Erfolg eines Geschäftsmodells davon ab, ob das Produkt oder die Dienstleistung nachgefragt wird. Ein Irrtum an dieser Stelle kann dazu führen, dass man viel Geld investiert, nur um später zu erkennen, dass man von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen ist.

Um herauszufinden, ob das eigene Bier überhaupt ein beliebtes Bier ist, kann man klein anfangen. Sogenannte Mikrobrauereien oder Hausbrauereien sind da eine gute Möglichkeit. Diese kann man neben dem Angestelltenverhältnis betreiben. Viele starten so eher aus Liebhaberei heraus eine Brauerei. Findet das Bier nun Absatz, dann kann man immer noch seinen Job an den Nagel hängen oder nach und nach, etwa über Teilzeitverträge, in die Selbstständigkeit hinüberwechseln.

Eine weitere Strategie ist, sich Mitstreiter zu suchen und mit diesen eine Brauerei zu gründen. Auch dies kann neben dem eigentlichen Job geschehen, erst einmal als Nebenjob. Findet das Bier erst schließlich seine Fans und die Nachfrage steigt, dann kann immer noch darüber nachgedacht werden, das Geschäftsmodell zu erweitern.

Businessplan für die eigene Brauerei – ja oder nein?

Wer Bier brauen möchte, braucht nicht unbedingt einen Businessplan. Ist das ganze ein Hobby, dann ist Gewinnerzielung nebensächlich.

Soll die Brauerei aber als zukünftige Einnahmequelle dienen, dann ist Planung ein wichtiger Bestandteil, bevor man überhaupt das erste Bier braut.

Der Businessplan umfasst dabei viele Aspekte und soll sicherstellen, dass der angehende Gründer soviel wie möglich vorhersieht und Probleme und deren Lösungen schon kalkulierbar werden.

Typische Fragen, die ein Businessplan beantworten sollte:

  • Besteht Bedarf nach dem Bier, welches ich kreiert habe?
  • Ist der Markt für Biere grundsätzlich positiv oder eher negativ gestimmt?
  • Welcher Standort eignet sich für die Brauerei? Gewerbliche Auflagen, Zufahrten zur Autobahn für den Transport, Mitarbeitermarkt, etc.
  • Vertriebswege:
    • Soll ein Konzern mein Bier in seinem Namen verkaufen?
    • Ist ein Vertrieb über das Internet angedacht?
    • Soll das Bier in einem eigenen Biergarten / einer eigenen Gaststätte ausgeschenkt werden?
  • Welche Fördermittel gibt es?
  • Welche Versicherungen benötige ich?
  • Gibt es Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Betrieben, etwa für eine Munich Beer Tour?

Ein weiterer Vorteil eines Businessplans ist, dass dieser bei Verhandlungen mit Banken und Investoren hilft. Niemand gibt Geld für ein Projekt, welches nebulös ist und damit ein unkalkulierbares Risiko aufweist.